Grußwort von Klaus Töpfer

Als amerikanische und britische Wissenschaftler die ersten Computer entwickelten, kosteten diese Hunderttausende Dollar und wurden als Luxusgüter ohne Chancen für den Konsummarkt gehandelt. Tatsächlich glaubte man vor 50 Jahren, dass ein modernes, industrialisiertes Land nur einen oder zwei Computer benötigen würde. Aus heutiger Sicht belächeln wir diese Annahme.

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt arbeiten heute in der Computer- und Zulieferindustrie. Die Internetrevolution, die auf Computern und computergestützter Telekommunikation basiert, hat ein neues industrielles und kommerzielles Zeitalter eingeläutet.

Heute stehen wir kurz vor einem neuen industriellen Quantensprung, bei dem die ineffiziente Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle und Öl reduziert wird und alternative Energietechnologien Raum gewinnen. Moderne Energieerzeugungsanlagen sind doppelt so effizient wie vor wenigen Jahrzehnten. Alternative Energieen wie Solar- und Windenergie sind längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen und die Kosten alternativer Energie formen sinken stetig.

Jedoch haben zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu modernen Energiedienstleistungen und der Weltenergiebedarf wird noch immer zum größten Teil mit fossilen Brennstoffen gedeckt. Um Klimawandel und Energiearmut rund um den Erdballwirkungsvoll zu bekämpfen, müssen Regierungen, Wirtschaft und Bürger auf der ganzen Welt diese Technologien nutzbar machen. Es ist an der Zeit, dass wir uns dieser Herausforderung stellen.

Klaus Töpfer, früherer Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und Schirmherr der Kampagne "Deutschland hat unendlich viel Energie"